  
Enge Familienbande bestehen
zwischen den alteingesessenen Familien wie den Martelli, Verniani, Luti
oder Cillerai. Ihre Geschichten und Legenden zu hören ist immer wieder spannend.
Alle wissen von allen alles. Die Gerüchteküche zum einen Glück zum andern
Leid funktioniert im ganzen Dorf.
Der Alltag, bestimmt durch die Jahreszeiten, lässt genügend Zeit zum plaudern.
Im Frühling werden die Gemüse und die Blumen gepflanzt, der Sommer beginnt
mit der Früchtelese bevor das Getreide geerntet wird. Im Herbst werden
die Trauben je nach Wetterlage gegen Mitte Oktober gepflückt. Später
im Herbst kommt eines der wichtigsten Ereignisse: die Olivenernte. Ab Oktober
bis spät in den Dezember hinein dauert sie. Im Winter sind die Eichenwälder
Schauplatz für Pilzsammler und die alljährliche Jagt auf Wildschweinejagt.
Am ersten Novemberwochenende findet in Tatti das bekannte Festival für lokale
Spezialitäten statt wobei das neue Olivenöl mit Salz und Brot probiert
wird.
Bis Anfangs der Neunziger Jahre, die meisten Männer arbeiteten in den zahlreichen
Minen, welche Pyrit (Schwefelkies) und andere Metalle für die Stahlindustrie
an Tag fördern. Der Boden ist reich an Mineralien, Eisen und Schwefel im
Speziellen. Dies ist der Grund wieso die Gegend auch "Le Colline Metallifere"
genannt werden, ein idealer Platz um Stahl zu produzieren. Die lokalen Kohleminen
schlossen ihre Pforten nach Einführung des Europäischen Marktes. Dies erklärt
die zahlreichen Rentner, ehemalige Minenarbeiter, welche täglich in den
Bars und Café sitzen. |
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